Es ist bezeichnendP1220027c, dass George Floyd wegen einem angeblich gefälschten 20 Dollar Schein von einem Polizisten fahrlässig getötet wurde, während in großen milliardenschweren Steuerhinterziehungs-Skandalen einfach niemand zur Rechenschaft gezogen wird oder sie komischerweise irgendwie verjähren: Scheint nicht so schlimm zu sein… oder man lädt Finanzminister Olaf Scholz zu seiner Geburtstagsfeier ein und unterhält sich mal vernünftig unter vier Augen.

Tagesspiegel: Wenn die Festnahme zur Falle wird
Süddeutsche Zeitung: wirecard –
Scholz wusste seit Februar 2019 vom Verdacht auf mutmaßliche Manipulationen
gmx: Der Fall Wirecard: Stürzt Scholz?

Da muss ich immer an diesen Spruch denken: „too big to fail: too rich for jail“

(jede/r Leser/in ist grundsätzlich eingeladen eigene zur Thematik passende Artikel oder Videos in Kommentaren beizutragen! – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!)

 

Das Video ist noch bis zum 20.07.2020 in der ZDF-Mediathek!Demokratie sieht anders aus

Der Film ist sehr gut (nicht zu verwechseln mit Fahrenheit 9/11 !!) und berichtet unter anderem über Demokratieverlust, Korruption und Lobbyismus in den USA.

  • Also die gleichen Probleme mit denen wir auch in Deutschland zu tun haben:

tagesspiegel: Aufklärung im Fall Amthor gefordert – CDU-Abgeordneter räumt Fehler ein wegen Lobbyarbeit

gmx: Schäuble: Sehe bislang keinen Regelverstoß Amthors (…)
sehr wichtig empfinde ich da noch folgenden Artikel:
Zeit: wer pimpt, hat Angst
(über den betrügenden 23jährigen Gründer der involvierten Überwachungsfirma,- für mich sind das alles einfach Kriminelle die ins Gefängnis gehören. Und in unserem System bekommen diese Schweine die höchsten Gehälter.)

gmx: Sigmar Gabriel war als Berater für den Fleischproduzenten Tönnies tätig

gmx: Heftige Kritik an Ex-SPD-Chef Gabriel wegen Beratertätigkeit für Tönnies

tagesspiegel: Neuer Job für Gerhard Schröder bei Gazprom-Tochter (von 2016,- aber die Anstellung von Ex-Politikern ist meiner Meinung nach immer eine schwierige Angelegenheit, da diese über keine andere Expertise als das Schmieren und Korumpieren haben)

  • Überwacht die Überwacher:

gmx: Kinderpornografie und Drogenbesitz: 67 Polizisten aus Bayern suspendiert

gmx: Leipziger Fahrradskandal: Polizisten sollen Diebesgut verkauft haben

Frankfurter Allgemeine: Schnäppchen, über die man schweigt

  • Neues zum Thema Bespitzelung und Überwachungsstaat:

Süddeutsche Zeitung: Spionagesoftware:Das Handy als Wanze

 

Heute mal die Mutmacher vorne weg:






  • brand eins: Denn sie wussten, was sie tun (cum-ex-Artikel,- ich wüßte zu gern warum Herr Olearius seinerzeit bei der Warburg-Bank Hamburg die 47 Millionen nicht an den Fiskus zurück zahlen musste.
    Nach der Nachricht über eine Hausdurchsuchung und unglückliche Notizen über Treffen mit Finanzminister Scholz wurde es sehr still um die Kausa in den Medien.)

P1210781



… eine gute Überleitung zu diesen anderen menschenverachtenden Spinnern und Mördern:

… gepostet, weil ich Betäuben für eine der gravierendsten Formen der Manipulation halte… und aus dem Gesichtspunkt der Ausbeutung mehr als interessant… (da ist halt fast nurnoch Organhandel extremer)… – nur meine Meinung.

… und eine kleine Ode gegen den Materialismus?

Veröffentlicht: Juni 7, 2020 in Musik
Schlagwörter:

Kein Ding, Digga, das Ding hat Swing
Dinge geben Kingdom, Dinge nehmen alles
Kein Ding, Digga, das Ding hat Swing
Dinge geben Kingdom, Dinge nehmen alles
Dinge machen schön, Dinge kaufen
Dinge aus Gold, Dinge laufen
Dinge intressant, Dinge lame
Dinge bringen Fokus in das Game
Dinge wollen haben, alle hinterher
Dinge wegschmeißen, Dinge werden leer
Dinge rauchen ab, Dinge gehen nut
Dinge schneiden fette Scheiben ab
Dinge rufen aus dem Wald
Dinge aus Stahl, Dinge kalt
Dinge leben nicht, Dinge tot
Dinge blau, grün, weiß, rot
Ich bin von Dingen irritiert, werd‘ von Dingen informiert, ja
Hab‘ Dinge ignoriert, Dinge kommentiert
Wir verschicken Dinge mit Ton, Dinge, die klonen
Irgendwann sind sie an leitenden Positionen
Dinge, die uns verstehen, alles hören, alles…

„Politiker sind unabhängig von der Parteizugehörigkeiten Erfüllungsgehilfen und Marionettenjederzeit austauschbare Marionetten der Hochfinanz . Deshalb ist es für uns Bürger völlig egal, wen wir in unserer Scheindemokratie wählen bzw. wer regiert. Aus diesem Grunde werden auch keine bürgerfreundlichen Entscheidungen getroffen. Oder sind wir zu folgenden Themen befragt worden oder hatten Einfluss auf die Entscheidungen:
Rentenkürzung, Euro-Einführung, Bankenrettung verbunden mit der verbraucherschädlichen Regulierung des Banken- und Versicherungsmarktes, Stationierung amerikanischer Stützpunkte in D und Kriegseinsätze z. B. von Ramstein aus, Bundeswehreinsätze ausserhalb von D wie z. B. in Afghanistan, Syrien u.a. , die Nato als Kriegstreiber und Angriffspakt für wirtschaftliche Interessen der USA, Grenzenöffnung, Privatisierung von Autobahnen, Waffenlieferungen anstatt Geld für Schulen Kindergärten, GEZ Beitrag für Propagandamedien, ESM Pakt, genmanipulierte Produkte in D durch Wirtschaftsabkommen ?
Diese Entscheidungen werden von Banken , Konzernen und deren Lobbyisten getroffen, die Politiker nicken nur ab.
Wir brauchen wie in der Schweiz bei wichtigen Entscheidungen Volksentscheide, damit wir Bürger mitentscheiden.“

 


 

„Das Gesetz ist das Eigentum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eignes Machwerk die Herrschaft zuspricht. Diese Gerechtigkeit ist nur ein Mittel, euch in Ordnung zu halten, damit man euch bequemer schinde; sie spricht nach Gesetzen, die ihr nicht versteht, nach Grundsätzen, von denen ihr nichts wisst, Urteile, von denen ihr nichts begreift.“
Zitat: Georg Büchner

 


 

<- das sind Aussagen die ich mehr in der Öffentlichkeit und in den Medien diskutiert hätte…

Zumindest kann ich dann jetzt die Textdatei löschen, in der ich beide Zitate gepeichert hatte und kann nach diesem Post wieder „einen Haken machen“.

Antilopen Gang: Sand in die Augen

Veröffentlicht: Mai 24, 2020 in Musik
Schlagwörter:, ,
Beim ersten Spielplatzbesuch übten wir ‚Sand in die Augen schmeißen‘
Und ganz egal, was andre Kinder sagen, drauf zu scheißen
Abrakadabra, drei mal schwarzer Kater
Spielen Mutter, Mutter, Kind oder Vater, Vater, Vater
Gar nicht so leicht, aufzuwachsen in ’ner Lebenswelt
In der man Jungs, die rosa Kleidung tragen, gleich für Mädchen hält
Und selbst, wenn man dagegen hält, es fängt schon beim Geburtstag an
Die Sprechstundenhilfe eine Frau, der Oberarzt ein Mann

Und so weiter
Ganz egal wohin man sieht
Der Kindergartenleiter leitet, die Erzieherin erzieht
Jungs spielen Batman, Mädchen spielen Eisprinzessin
Eigentlich ist die Welt nicht gemacht, um Kinder reinzusetzen
Wie soll ich ihr erklären, es gibt da ein paar Unterschiede
Die sich nicht erklären lassen, aber sie soll unterliegen
Ob sie studiert oder ackert auf’m Bau
Sie wird weniger verdienen, denn sie ist eine Frau

Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Der die einen oben hält und die andern runterzieht
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Man redet nicht darüber, denn man macht sich unbeliebt
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Man muss nicht auf Wunder warten, weil es keine Wunder gibt
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Wo liegt da der Unterschied? Wo liegt der Unterschied?

Ich brauche keine ‚Blumen und Bienen‘-Metaphern
Um zu erklären, dass es ganz normal is‘ Liebe zu machen
Aber wie soll ich ihr erklären ohne Röte im Gesicht
Dass man sie eines Tages nur auf ihren Körper reduziert
In der Schule, auf der Straße, in der Supermarktfiliale
Jeden Tag wird sie mal irgendwer begutachten wie Ware
Im Vorbeigehen wird sie eingeteilt in „sexy“ oder „hässlich“
Jede Frau wird im Verlauf des Lebens sexuell belästigt

Komm mir nicht mit einer Armlänge Abstand (tuh)
Ich empfehle eine Krav-Maga-Handkante
Empfehle Vätern ihren Söhnen zu sagen
Bevor sie irgendwen berühren, erstmal höflich zu fragen
Was für eine Erfahrung
Als Vater einer Tochter hab ich auf die meisten Rapper einfach gar keinen Bock mehr
Eure gut gemeinten Liebeslieder sind das hinterletzte
Ich hab keine Zeit für so ’ne Scheiße, ich muss Windeln wechseln

Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Der die einen oben hält und die andern runterzieht
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Man redet nicht darüber, denn man macht sich unbeliebt
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Man muss nicht auf Wunder warten, weil es keine Wunder gibt
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Wo liegt da der Unterschied? Wo liegt der Unterschied?
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?
Wie soll ich ihr erklären, wo liegt da der Unterschied?

13.04.2020
Schon wieder setzt der Bundestag alles daran, um kritische Informationen vor uns

bestimmt nicht ohne Gegenleistung...

© pixabay

Bürger:innen geheim zu halten. Es geht um neue Entwicklungen im Zusammenhang mit unserer Parteispendenklage. Wie wir jetzt erfahren haben, hat der Bundestag eine externe Großkanzlei beauftragt, um vor Gericht doch noch zu verhindern, dass die geheime Prüfung von verdächtigen Parteispenden in Zukunft öffentlich ablaufen muss. Das ist skandalös, denn nur, wenn diese Prüfung öffentlich geschieht, können wir als Gesellschaft unfairen Lobbyeinfluss erkennen und gemeinsam auf Konsequenzen drängen. Die nun vom Bundestag beauftragte Kanzlei Redeker Sellner Dahs gehört in Deutschland zu den juristischen Top-Adressen: In der Vergangenheit vertrat sie u. a. Altkanzler Helmut Kohl im Zusammenhang mit der Flick-Parteispendenaffäre oder Bundespräsident a. D. Christian Wulff in der Affäre um seinen Privatkredit. Der Tagesspiegel schrieb über Redeker Sellner Dahs: „Wo immer sich in Deutschland ein Polit- oder Wirtschaftskrimi abspielt, die Bonner Kanzlei ist dabei.“


05.04.2020
Zwei Immobilieninvestoren haben der CDU im März hohe Spenden zukommen lassen: – Der Investor Christoph Gröner überwies der Berliner CDU 300.000 Euro. Seine CG Gruppe realisiert in der Hauptstadt sowie in anderen deutschen Städten große Immobilienprojekte. Im Bundestagswahlwahlkampf 2017 durfte die CDU ein 400m2 großes Wahlplakat an einer Immobilie von Gröners CG Gruppe in Berlin kostenlos anbringen – dies führte zu einer Diskussion über eine möglicherweise nicht ordnungsgemäß gemeldete Parteispende. – Der Unternehmer Dietmar Bücher spendete der CDU 79.000 Euro. Ihm gehört die Firma „Bücher – Schlüsselfertiges Bauen“, die nach eigenen Angaben rund 10.000 Häuser und Wohnungen realisiert hat und vor allem im Rhein/Main-Gebiet tätig ist. Bücher spendet regelmäßig an CDU und SPD. Seit Jahresbeginn sind auffallend viele Parteispenden aus der Immobilienbranche geflossen. So hatte bereits der Investor Christoph Alexander Kahl (Jamestown Invest GmbH) 75.000 Euro an die CDU gespendet. Die Thüringer AfD erhielt 100.000 Euro von dem Unternehmer Christian Krawinkel, dessen Vermögensverwaltung CKV nach eigenen Angaben Immobilienprojekte in ganz Deutschland realisiert und vermarktet. Lesen Sie zu diesem Thema auch unsere gemeinsame Recherche mit dem SPIEGEL von 2019: Spendete ein Investor an die CDU, um schneller bauen zu dürfen? https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/parteispenden/dubiose-firmenspenden-aus-den-niederlanden-bringen-cdu-erklaerungsnot

Vor gut einem Jahr enthüllten wir zusammen mit dem SPIEGEL eine unglaubliche Geschichte. Ein niederländischer Immobilieninvestor hatte über ein undurchsichtiges Firmengeflecht 60.000 Euro an die CDU gespendet. Grund der Spende? Man müsse eben bestimmte Leute unterstützen, „um Türen aufzuhalten“, gab der Geschäftsführer am Telefon unumwunden zu (später wurde dementiert, dass diese Aussage tatsächlich gefallen war). Auch in diesem Jahr fließen die Spenden der Immobilienlobby munter weiter (s.o.), und so möchten wir einmal die folgenden Fragen in den Raum stellen: Wollen wir, dass finanzstarke Firmen und wohlhabende Privatpersonen unbegrenzte Summen an Parteien spenden können, „um Türen aufzuhalten“? Wollen wir wirklich, dass manche Parteien einen großen Vorteil gegenüber anderen Parteien haben, weil sie Dank ihrer finanzstarken Geldgeber:innen mehr Anzeigen schalten und mehr Internetwerbung buchen können? Oder wollen wir, dass es in der Politik Chancengleichheit gibt? Dass am Ende die besseren Argumente zählen und nicht das

 

Deo-Alternative…

Veröffentlicht: April 19, 2020 in konstruktiv
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© pixabay

wer nicht so viel Spaß dabei hat wie die Dame auf dem Photo, wenn sie/ er sich den konventionellen Deo-Chemie-Cocktail unter die Arme schmiert sollte vielleicht mal KaiserNatron versuchen:
Ich habe es in Wasser gelöst oder in Vaseline eingerieben ausprobiert und bin schlichtweg positiv beeindruckt,- was sonst selten passiert.
In Wasser muss die Lösung vor dem Auftragen noch  mal geschüttelt werden und es dauert ein paar Sekunden, bis das Wasser getrocknet ist, dafür ist die Wirkung ob nun in Wasser oder Vaseline super:
Das Natron verhindert unterbindet nicht den (gesunden) Schweißfluß, sorgt aber dafür dass sich kein Geruch bildet. Es scheint nicht bei jedem so gut zu wirken, aber einen Versuch ist es wert!

Günstig, verhältnismäßig natürlich und dadurch nachhaltig, weder von BASF noch von Bayer oder Konsorten… Oft ist halt auch weniger mehr- da muss ich glatt eine neue Kategorie schaffen, weil der Post nirgend wo sonst zu paßt.

Neoliberalismus:Kapitalismus


Unsere Steuern… ??


Klimawandel und Naturschutz:


Manipulation:


… und die braune Soße….Nazis sind Arschlöcher


ausserdem noch ein paar Newsletter-Auszüge von Abgeordnetenwatch:

  • Unternehmen und Lobbyverbände haben vergangenes Jahr horrende Summen an Parteien gezahlt, ohne dass es die Öffentlichkeit mitbekam. Das Geld stammt vor allem aus der Vermietung von Parteitagsständen, wofür es keine Veröffentlichungspflichten gibt. CDU, FDP und CSU halten die Zahlungen von dutzenden Unternehmen und Verbänden unter Verschluss, freiwillige Angaben von SPD und Grünen geben jedoch eine ungefähre Vorstellung vom Umfang des Parteiensponsorings: Es dürfte um weit über eine Million Euro pro Jahr gehen. Wer sind die Sponsoren der Parteien – und wie viel zahlten sie? Wie Konzerne hunderttausende Euro an Parteien zahlen, ohne dass es jemand mitbekommt https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2020-02-21/wie-hunderttausende-euro-aus-der-wirtschaft-parteien-fliessen-ohne-dass-es-jemand
  • Vor einigen Jahren wurden die Zugangsregeln für Lobbyist:innen zum Bundestag deutlich verschärft. Doch noch immer gelangen 504 Lobbyorganisationen weitgehend ungehindert zu den Büros der Abgeordneten und der Fraktionen. Dies zeigt eine aktuelle Hausausweisliste, die der Bundestag jetzt auf Antrag von abgeordnetenwatch.de herausgegeben hat. Auffallend: Gleich drei Verbände aus der Energie- und Rohstoffbranche, hinter denen große Konzerne wie Eon oder Gazprom stehen, bemühten sich um die begehrten Zugangskarten. Hausausweisliste: Diese 504 Lobbyakteure können im Bundestag ein und aus gehen https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2020-02-19/neue-liste-diese-504-lobbyverbaende-haben-ungehinderten-zugang-zum-bundestag

  • Es ist noch nicht so lange her, da betätigten sich Fraktionen als Türöffner für Konzerne und Lobbyverbände zum Bundestag. Und das ging so: Die Fraktionsführung bestätigte Lobbyist:innen per Unterschrift, dass diese häufig in den Bundestag müssten. Damit konnten die Lobbyakteure dann einen Hausausweis beantragen. 2014 machten wir die intransparente Hausausweisvergabe öffentlich. Doch wem die Fraktionen einen Zugang zum Parlament verschafft hatten, hielt der Bundestag vor uns geheim. Wir zogen vor Gericht, gewannen den Prozess und erhielten die Hausausweisliste. So konnte jede:r sehen, wer alles ungehindert im Bundestag ein und aus gehen konnte – unter anderem Rüstungsunternehmen, Banken und Autokonzerne. Die Konsequenz der Klage war enorm. Denn wenig später stoppte der Bundestag die Geheimvergabe der Ausweise über die Fraktionen. Seitdem können Konzerne, Kanzleien und Agenturen keine Hausausweise mehr erhalten (dieses Recht haben ausschließlich Verbände und Vereine, die sich in eine öffentliche Liste eintragen). Doch die Lobbyaktivitäten haben sich natürlich nur verlagert. Wer nicht mehr so leicht in den Bundestag kommt, trifft sich nun mit den Abgeordneten im Café oder Restaurant. Lobbyeinfluss findet weiterhin statt – im Verborgenen. Seit unserer erfolgreichen Hausausweis-Klage arbeiten wir deswegen intensiv an der Einführung eines verbindlichen Lobbyregisters, in dem alle Lobby-Treffen aufgeführt werden müssen. Ohne öffentlichen Druck wird es dazu nicht kommen.

  • Am 26. März sind wir vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig auf den Deutschen Bundestag getroffen: Zur Erinnerung: Die Bundestagsverwaltung will vor uns und der Öffentlichkeit geheim halten, wie sie Parteispenden prüft und dubiosen Lobby-Zahlungen an Parteien nachgeht. Deswegen haben wir vor vier Jahren Klage eingereicht. 2017 haben wir vor dem Berliner Verwaltungsgericht erstmals Recht bekommen. Seitdem verzögert der Bundestag mit seiner sturen Transparenzblockade, dass wir und die Öffentlichkeit Zugang zu Prüfprotokollen und anderen Unterlagen bekommen.
    Mit unserer Klage wollen wir erreichen, dass sich die Parlamentsverwaltung bei der Prüfung der Parteifinanzen über die Schulter schauen lässt. Denn immer wieder passieren merkwürdige Dinge. Vor einigen Jahren etwa wurde ein kritischer Beamter, der die FDP-/Möllemann-Spendenaffäre aufklären sollte, urplötzlich versetzt. In einem anderen Fall recherchierten wir, dass die Bundestagsverwaltung zwar einen Verstoß der CDU gegen das Parteiengesetz feststellte, aber auf eine Strafzahlung verzichtete (es ging um die Annahme einer unrechtmäßigen Konzernspende aus Aserbaidschan):

  • Ende Januar 2020 rückten Ermittler:innen des Bundeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft zu einer Durchsuchung in den Deutschen Bundestag aus. Ihr Ziel: Das Büro der CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Strenz. Es geht um einen handfesten Korruptionsverdacht: Strenz (und einem ehemaligen CSU-Bundestagsabgeordneten) werden „Beschechung und Bestechlichkeit von Mandatsträgern“ zur Last gelegt. Vor einiger Zeit hatten wir aufgedeckt, dass die CDU-Politikerin eine fragwürdige Nebentätigkeit für eine aus Aserbaidschan finanzierte Lobbyfirma vertuscht hatte – um genau diesen Lobbyjob dreht sich nun auch das Ermittlungsverfahren.

  • Die CDU hat 2018 beträchtliche Großspenden erhalten, deren Existenz bislang unbekannt war. Allein aus dem Umfeld der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) floss nach unseren Recherchen über eine Viertelmillion Euro an die CDU. Auch ein Immobilienunternehmer spendete eine sechsstellige Summe, die weit über ein Jahr vor der Öffentlichkeit verborgen blieb. Eigentlich müssen Parteispenden sofort veröffentlicht werden, wenn sie die Schwelle von 50.000 Euro überschreiten – doch die Transparenzregeln greifen oft nicht. Mehr: Unbekannte Großspenden an die CDU öffentlich geworden https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2020-01-30/unbekannte-grossspenden-die-cdu-oeffentlich-geworden Bereits im Dezember hatte der Bundestag die Spendenlisten von SPD und Linkspartei veröffentlicht (wir berichteten https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2019-12-17/allianz-daimler-philip-morris-diese-konzerne-spendeten-letztes-jahr-die-spd). Die Grünen haben ihren Rechenschaftsbericht für 2018 inzwischen selbst online gestellt (hier eine Übersicht aller Unternehmensspenden der Grünen https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2019-12-17/allianz-daimler-philip-morris-diese-konzerne-spendeten-letztes-jahr-die-spd#gruene). Die Spendenlisten der übrigen Bundestagsparteien CSU, FDP und AfD sind noch nicht öffentlich.

  • Dass Konzerne und Lobbyverbände Geld an Parteien überweisen, ist schon fragwürdig genug, doch manche Zahlungen sprengen jede Vorstellungskraft: Mehr als eine dreiviertel Million Euro hat ein mächtiger Lobbyverband aus Bayern in nur einem Jahr an Parteien im Bundestag überwiesen. So steht es in Spendenlisten, die der Bundestag jetzt für das Jahr 2018 öffentlich gemacht hat. Weitere Top-Spender der Parteien: ein Auto-Konzern (320.000 Euro) sowie ein Lobbyverband, der unter anderem von den Rüstungsfirmen wie Heckler &amp; Koch und Diehl Defence finanziert wird (430.000 Euro). Mehr: Von diesen Konzernen und Verbänden bekamen Parteien das meiste Geld https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/parteispenden/neue-liste-von-diesen-konzernen-und-verbaenden-bekamen-parteien-das-meiste-geld Neben Parteispenden erhalten Parteien auch noch auf einem anderen Weg viel Geld aus der Wirtschaft – und das vollkommen intransparent: Wie hunderttausende Euro aus der Wirtschaft an Parteien fließen, ohne dass es jemand mitbekommt https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/lobbyismus/wie-hunderttausende-euro-aus-der-wirtschaft-parteien-fliessen-ohne-dass-es-jemand (Archiv)